Ist mein Kind ein Schreibaby?

Die fachliche Definition für ein Schreibaby lautet: Der Säugling schreit über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen an mindestens drei Tagen pro Woche mehr als 3 Stunden pro Tag.

Diese Kriterien wurden 1954 von M. Wessel formuliert und später nach ihm benannt. Neben der Dreierregel wird besonders die Unstillbarkeit der Schreiattacken als charakteristisches Merkmal betont. Das Weinen hört sich schrill an.

Mögliche Ursachen aus Sicht der Naturheilkunde und Alternativmedizin:

Es gibt viele unterschiedliche Gründe, warum ein Kind ein Schreibaby ist. Diese Gründe lassen sich in drei Gruppen aufteilen:

  • Vorgeburtliche Ursachen,
  • die Geburt selbst und
  • nachgeburtliche Ursachen:

Vorgeburtliche Ursachen

  • In-Vitro-Fertilisation
  • Insemination
  • Ungewollte Schwangerschaft
  • versuchter Schwangerschaftsabbruch
  • emotioneller Stress während der Schwangerschaft (Konflikte in der Partnerschaft, Stress mit Angehörigen, Stress auf dem Arbeitsplatz, Ängste und Sorgen, ...)
  • Eingriffe während der Schwangerschaft
  • Unfälle, Traumata während der Schwangerschaft

Geburt

  • Erhöhter Stress unter der Geburt
  • Steckenbleiben im Geburtskanal
  • Geburt mit Hilfsmitteln wie Saugglocke oder Geburtszange
  • Kaiserschnitt
  • Notkaiserschnitt
  • Platzmangel aufgrund von Myomen oder Mehrlingsgeburt
  • Tod eines Zwillingsgeschwisters
  • Stress aufgrund von Sauerstoffunterversorgung (Umschlingung durch die Nabelschnur)
  • eine extrem schnelle Geburt
  • allgemein eine schwierige, langwierige Geburt

Nach der Geburt

  • Reizüberflutung (W-LAN, Handy, TV, Radio, ...)
  • Das Baby fühlt sich durch die vielen Aktivitäten  gestresst
  • Umstellungsschwierigkeiten
  • Saug-Schluck und Verdauungsstörungen aufgrund von Stress unter der Geburt
  • Muskuläre Restspannungen in Folge der stressigen Geburt
  • Nicht erkanntes / unbehandeltes KISS-Syndrom
  • Nicht erkannte Gelenksblockaden
  • Nicht erkannte Spannungen an den  Schädelknochen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Überforderung und Überlastung seitens der Eltern
  • Ängste zu versagen als perfekte Eltern
  • Stillschwierigkeiten seitens der Mutter
  • Körperliche und emotionelle Überforderung seitens der Mutter durch die schwierige Entbindung
  • Konflikte in der Partnerschaft
Die hier aufgelisteten Ursachen decken sich nicht unbedingt mit den Vorstellungen der Schulmedizin und Schulpsychologie. Sie entstammen zum Teil der Naturheilkunde und Alternativmedizin. So wird beispielsweise das KISS-Syndrom, eine Störung der Körperhaltung, die dann Verhaltensstörungen auslösen soll, von der Schulmedizin nicht anerkannt. Fragen Sie uns.